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Basteltipp 1

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Apropos Kindergeburtstag:

Wollen Sie mit der kleinen Meute lieber backen und anschließend fantsatische "Käsefüße" verspeisen?

Hier kommen Sie zu den Käsefüßen.

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Mittelalterliche Gewandungs-Tipps

Sie fragen sich, was eine bayerische Mundartkünstlerin mit Mittelalterkleidung zu tun hat?

Angefangen hat alles, als ich mir zu meinem letzten runden Geburtstag einen langjährigen Traum erfüllte. Ich wollte mir schon so lange ein mittelalterliches Prachtkleid nähen. Also kaufte ich in einem kleinen Laden in Wolfratshausen wunderschönen Brokatstoff     und begann, Entwürfe zu zeichnen. In Ermangelung eines wirklich passenden Schnittmusters übertrug ich meine Maße selbst, schnitt frei drauflos und nähte fünf ganze Tage lang mit Borten, Schnüren und Litzen an Kleid und Wulsthaube herum.

Das Ergebnis war optisch gelungen und ich kam schon bald "gewandet" zu meinem ersten Schloßfest in Oberdolling. Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass ich trotzdem nicht passend gekleidet war. Meine Wulsthaube stammte aus dem 15. Jhd., der Schnitt des Kleides mit Trompetenärmel jedoch war bereits im 12. Jhd unmodern. Und die Brokatstoffe gab es ohnehin erst ab dem 14. Jhd.

Tipp 1: Die Authentizität

Falls Sie je vorhaben, sich mittelalterlich zu gewanden, bedenken Sie, dass das Mittelalter drei wichtige Epochen in über 1000 Jahren umfasst. Sie würden ja auch nicht mit einem Charlestonkleid von 1920, einem Motorradhelm aus den Achtziger Jahren und Moonboots von 2005 ausgehen wollen. Und wenn, dann nur zu Fasching/Karneval.

Für mich stand bald fest, dass ein ganz "echtes" Kleid genäht werden muss. Und das am Besten noch per Hand, aus den Stoffen, die damals gebräuchlich waren. Das ist zugleich eine wunderbare Übung, herauszufinden, ob man beim nächsten großen Supergau, einem Stromausfall, einer Wirtschaftskrise ohne Discounter und Bestellkataloge an passende Kleidung kommt.

Dunkelrotes Leinen, naturfarbene Baumwolle, gestickte Borten und Schnürungen anstelle von Knöpfen oder Reißverschlüssen kennzeichneten bald darauf das neue Kleid. Ein Bliaut aus dem 12. Jahrhundert mit Unterkleid. Um dieses möglichst altertümlich erscheinen zu lassen, verwendete ich dafür ein altes Bettuch, das sich im Nachlass einer längst verstorbenen Tante fand. Es ist zwar nicht 800 Jahre alt, stammt aber ganz sicher vom Anfang des vorigen Jahrhunderts - und das ist doch schon was! Ich saß jedoch länger als nur fünf Tage daran. Und ganz ehrlich: alle Nähte, die man von außen sicher nicht sehen kann, habe ich dann doch noch mit der Maschine verarbeitet. Immerhin sind die Löcher für die Schnürung von Hand mit gefärbter Wolle eingefasst. Der Schleier am Hut ist aus reiner Seide.

Tipp 2, die Informationen

Das Internet ist voll von Seiten über Mittelalterkleidung, Gewänder und wie man sie anfertigen bzw. erwerben kann. Maßgefertigt für viele hundert Euro oder von der Stange, schnell einmal gesteigert. Stoffe und Tuch aller Arten finden Sie natürlich auch im kleinen Stoff-Laden ums Eck. Informieren Sie sich gut, bevor Sie investieren und die teuren Borten, Stoffe und Kordeln kaufen. Aber Vorsicht: auch wenn es verhältnismäßig wenig Aufzeichnungen über die damalige Kleidung gibt, diese zu erforschen kann Sie viele lange Nächte am PC kosten.

Inzwischen gibt es auch ein Kleid von mir  aus einer Epoche um 1450 bis 1460. Ein Unterkleid aus rotem Brokat, dazu eine Houppelande mit Pelzbesatz. Und für alle, die es gerne wissen wollen: "frau" fühlt sich darin wahrlich wie eine Königin. Passend dazu bekam mein Edelmann die passende Kleidung.

Ich wünsche allen Mittelalterfans und Näherinnen gute Ideen, viel Freude beim Nähen und einen königlichen Auftritt im Prunkkleid.

Ihre Barbara Lexa

 

Schönheit und Würde

 

 

Kann man uns in unseren Gewändern von ca. 1450 auch persönlich betrachten?

Wir kommen gerne gewandet zu Ihrem Fest und tragen "Märchen auf boarisch" mit viel Humor und Liebe zum Detail vor:

Das Buch mit den 12 Märchen auf bayerisch und in Versform ist ab September     2009 beim BaLeXa Verlag erhältlich.

 

Copyright © Barbara Lexa 2011

                                  Do gehts wieder hinauf zua

 

 
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