Home 
Buch/CD-Tipps 
Mundart-Tipps 
Schokoladen-Tipps 
Fleischlos glücklich 
Gewandungs-Tipps 
Back-Tipps 
Linkpartner 

Bewusst Leben

Der japanische Betrachtungsgarten

Mehr Info über Vegetarisches

Vegetarisch leben

Salz, Zucker und Mehl

Achtsamkeit

 

 

Fleischlos glücklich

Ein Interwiev der Zeitschrift „Was Wir Wissen Wollen“ mit der Mundart-Künstlerin Barbara Lexa,

WWWW: Frau Lexa, Sie sind ja bereits seit Jahren als Mundartkabarettistin auf den Bühnen Bayern unterwegs. Haben Sie ein Rezept, um die anstrengenden Auftritte gut zu meistern?

B. Lexa: Ja, tatsächlich! Jedoch sind nicht nur die Auftritte, Fahrten und Aufbauarbeiten anstrengend, auch zum Texten, Komponieren und Arrangieren braucht man einen kühlen Kopf. Deshalb haben mein Mann Rupert Frank und ich uns vor Längerem entschlossen, fleischlos zu leben.

WWWW: Sie leben vegetarisch und sind dabei wirklich gesund? Fehlen Ihnen nicht die vielen Vitalstoffe, wie etwa Eiweiß?

B. Lexa: (Lacht) Nein, ganz im Gegenteil. Es war irgendwann nach Weihnachten, als ich mit dem Buch „Stopp! - Die Umkehrung des Alterungsprozesses von Andreas Campobasso begann, wurde mir sehr Vieles klar. Ich verschlang weitere Bücher über dieses Thema und kam schnell zu dem Schluss, dass wir Menschen im Grunde keine Fleischfresser sein können.

In der Fastenzeit probierten mein Mann und ich es aus, völlig auf tote Tiere zu verzichten. Und das gelang besser, als erwartet. Danach blieben wir mit gutem Gefühl und freiem Herzen dabei.

WWWW: Plötzlich keinen Schweinsbraten, kein saures Lüngerl, keinen Leberkaas mehr?

B. Lexa: Ich habe damals während der Fastenzeit gemerkt, dass mir frisches Obst, Gemüse und Produkte daraus viel besser bekommen, als die ohnehin als „schwer“ bekannte typisch bayerische Kost. Als ich dann erfuhr, dass das Fleisch – neben Alkohol und Nikotin – zu jenen säurebildenden Stoffen gehört, die unsere Zellen in grobem Maße verschlacken, war mir klar, dass ich sehr gut darauf verzichten kann. Es gibt kein besseres Gefühl, als sich selbst gegen die so genannten Volkskrankheiten wie Gicht, Rheuma, Herzinfarkt und andere zu schützen.

WWWW: Sie haben sich also mit den gesundheitlichen Aspekten auseinandergesetzt?

B. Lexa: Freilich! Ich will und soll ja immer fit sein. Als selbständige Bühnen-Künstlerin kann ich es mir nicht leisten, krank zu sein. Es gibt niemand, der meinen Mann oder Mich bei MundARTissimo vertreten könnte. Deshalb haben wir sehr schnell unsere gesamte Ernährung umgestellt. Alles, was dem Körper zusätzlich wichtige Stoffe entzieht, wie etwa weißes Mehl, weißes Salz, weißen Zucker, haben wir daheim vom vegetarischen Speiseplan gestrichen.

WWWW: Ist denn fleischlose Ernährung nicht langweilig?

B. Lexa: Ganz im Gegenteil. Früher aßen wir eher langweilig. Es gab praktisch immer Fleisch oder Wurst und dazu eine oder zwei Beilagen. Nudeln, Knödel, Kartoffeln.

Jetzt nutzen wir die Auswahl zwischen all dem bunten Gemüse und Obst, das die Natur uns bietet. Haben Sie schon einmal an einem rohen Stück Fleisch gerochen? Oder es gar versucht, zu essen? Welchen Geschmack hat es? Vergleichen Sie das mit frischen reifen Obst, frischem Gemüse.

Fleisch muss immer gewürzt und aufbereitet werden, und selbst dann ist es unseren Zellen nicht zuträglich. Obst und Gemüse ist uns allein von den zellularen Bestandteilen her sehr ähnlich. Wenn Sie ein Stück Wassermelone essen, kann der Saft direkt im Körper verwendet werden. Und für alles Pflanzliche benötigen Sie niemals zwangsweise Gewürze oder Aufbereitungsmittel.

WWWW: Gibt es auch eine ethische Komponente bei Ihrer Entscheidung?

B. Lexa: (lächelt) Ja, sicher. Wenn jemand von Ihnen verlangen würde, Ihre Katze , Ihren Hund oder Ihren Goldhamster zu schlachten und zu essen, dann würden Sie mit kaltem Grauen reagieren. Das setze ich jetzt einfach voraus! Dabei denkt aber kaum jemand daran, dass allein Schweine dreimal so schlau sind, wie Hunde! Schweine können z.B. die gleichen „Kunststücke“ auf dem Hundesportplatz ausüben. Sie haben eine sehr schlechte Lobby!

Sicher gibt es viele Menschen, gerade Kinder, denen die armen Viecherl leid tun. Aber wenn dann das fertig geschnittene Fleisch im Supermarkt liegt, assoziiert niemand mehr das lebendige, kluge Lebewesen. Dann sehen die Menschen nur noch Nahrungsteile liegen, ohne zu registrieren, dass es sich hierbei korrekter Weise um Leichenteile handelt. Von den grausamen Schlachtviehtransporten und Haltungen will ich gar nicht reden!

WWWW: Nun ja, das sind vielleicht Ihre persönlichen Einstellungen, aber was nutzt es der Welt, wenn wir weniger Fleisch essen? Wohin denn dann mit den vielen Tieren?

B. Lexa: Es nutzt dem gesamten Globus immens! Als ich die folgenden Tatsachen erfuhr, konnte ich nur noch staunen, wie die Fleischindustrie bei uns immer noch gefördert wird!

Die 53 Milliarden Landtiere, die jährlich geschlachtet werden, sind u.a. zu 51 Prozent an den Klima erwärmenden Gasen beteiligt. Erst dann kommen Industrie und Verkehr. Es werden heute bereits in manchen Regionen mehr Flächen mit Futter für Schlachtvieh bepflanzt, als mit pflanzlichen Nahrungsmitteln für Menschen.

Würde man auf einem Feld, das eine einzige Kuh ernährt, von der wiederum nur wenige Menschen für wenige Tage satt werden, stattdessen Rüben, Kraut oder Kartoffeln pflanzen, könnte direkt ein ganzes Dorf ernährt werden. Und das ein paar Wochen lang.

WWWW: Das klingt tatsächlich einleuchtend. Frau Lexa, gibt es einen Satz, den Sie uns allen mit auf den Weg geben möchten?

B. Lexa: Da halte ich es wie viele Philosophen vor mir: Es ist ein unbändiges Glücksgefühl, einem Tier in die Augen zu sehen, und zu sagen: „Ich bin so froh, dass Du und Deinesgleichen wegen mir nicht sterben müsst!“

WWWW: Vielen Dank für das sehr interessante und aufschlußreiche Gespräch!


Lieblings-Rezepte von Barbara Lexa

Nach dem Motto "bunt und xund" stellt Ihnen die Mundartkünstlerin ihre interessantesten und "buntesten" vegetarischen Rezepte vor:

Purpur-Reis 
Fruchtiges Frühstück 
Rondini mit rosa Kartoffeln 
Bunte Kartoffeln 
Auberginen im Käsemantel 
Kürbispüree, Pastinaken 
Spitzkrautsalat mit Gröstl 
Farbenfroher Eintopf 

Weitere vegetarische und vegane Rezepte von Barbara finden Sie hier.

 

 

Copyright ©   Barbara Lexa 2011

                                  Do gehts wieder hinauf zua

   

 
Allgemeine Vorlagen für einen Vertrag